Geschichte des VfB Döbbrick

Die Gemeinde Döbbrick besteht seit dem Jahr 1551. Döbbrick hatte damals 640 Einwohner und liegt an der Spree, 8 km nördlich von Cottbus Richtung Peitz.
In der Entwicklung der Gemeinde merkte man sehr bald ein großes Interesse für den Fußball und auch für das Turnen. Das Ballspielen wurde schon bereits 1920 in unorganisierter Form betrieben. Im Jahr 1921 erhielt der Sportfreund A. Schluzy, anlässlich eines Stiftungsfestes in Döbbrick, ein Ehrendiplom für den Sportklub „Fortuna“ in Skadow von dem damaligen Sportklub „Herta“ Döbbrick. Die Vorstandmitglieder zu diesem Zeitpunkt waren Adolf Frenzel, Fritz Koschan und Franz Hussok. Einige damalige Sportfreunde sagten, dass neben Fußball auch Radfahren betrieben wurde.
 Im Jahr 1927 fanden sich dann ein paar sportinteressierte Bürger zusammen und beschlossen einen neuen Sportverein zu gründen.

Die Gründung des ersten Arbeiter- und Sportvereins 

An der Gründungsfeier nahmen ca. 15 sportinteressierte Freunde teil. Diese Feier fand in der Gaststätte Wilh. Müller, jetzt Dorfstraße 13, statt. Dieses Lokal wurde gleichzeitig als Vereinslokal bestätigt. Anlässlich der Gründungsfeier wurde der erste Vorstand gewählt:

  • 1. Vorsitzender: Adolf Frenzel
  • Schriftführer: Herm. Buder
  • Kassierer: Fritz Golz
  • Sektionsleiter Fußball: Herm. Müller
  • Ballwart: Alb. Noack

Der damalige Gastwirt Wilh. Müller gab dem Verein ein Stück Wiesengrundstück an der Pastwa zur Nutzung, damit nach einer Herrichtung der Spielbetrieb aufgebaut werden konnte. An dieser Arbeit haben sich faste alle Sportler, neben Bürgern der Gemeinde, freiwillig beteiligt. Unmittelbar nach der Fertigstellung fand im Juli 1928 das erste Arbeitersportfest statt. Gespielt wurde damals in den Farben „Grün-Weiß“. Die Durchführung dieser Sommerfeste wurde dann zu einer jährlichen Tradition die bis zum heutigen Tage erhalten geblieben ist. Im Ergebnis weiter Bemühungen wurde im November 1928 eine Turnriege, unter der Führung von Herm. Kuhla, gegründet. Geturnt wurde im Saal der Gaststätte Wilh. Müller in den Disziplinen: Barren, Reck und Boden-Gymnastik. Eine Teilnahme an Wettkämpfen war noch nicht Möglich. Turnvorführungen gab es immer an festlichen Höhepunkten der Gemeinde.
Die Fußballer spielten in der 3. Kreisklasse, aber auch schon in der 2. Kreisklasse. Der Trainer in der damaligen Zeit ist leider unbekannt. Die genauen Fußballergebnisse liegen nicht vor.
Mit Beginn des Krieges 1939 wurde somit der Sportbetrieb eingestellt.

Neugründung des Sportvereins nach dem 2. Weltkrieg 1949 

Es dauerte 5 Jahre, bis die Wunden des schrecklichen Krieges von fast 6 Jahren in den Familien einigermaßen verheilt waren.
Im März 1949 beschlossen 26 Männer eine Neugründung des Sportvereins in Döbbrick. Unmittelbar nach dieser Gründung wurde Umschau nach einer zumutbaren Fläche für den künftigen Sportplatz gehalten. Nach langem hin und her ist man sich einig geworden auf eine Unlandfläche an der Spree. Die Besitzer aren Fr. Szonn und Wilhelm Müller, welche diese Fläche dem Verein zur Verfügung gaben. Kiefern und Buschwerk musste gerodet werden um eine mögliche Spielfläche zu schaffen. Alles wurde in freiwilliger Arbeit realisiert. Daran beteiligten sich alles Sportler.
Die Tore wurden vom Tischler Fr. Szonn angefertigt und gespendet.
Für die Umkleideräume wurden, nach der Abstimmung mit der Gemeinde, eine gut erhaltene Bracke in Maiberg geholt und aufgebaut.

Fußball 

Das erste Spiel, nach dem Krieg, wurde gegen Skadow in Döbbrick ausgetragen und endete 1:1. Ab September 1949 wurde der Spielbetrieb in der 3. Kreisklasse aufgenommen. Kurt Müller besorgte die ersten Trikots, die aber jeder Spieler selbst bezahlen musste.
In den Jahren 1949 bis 1952 spielte diese Mannschaft mit unterschiedlichen Ergebnissen. Im Jahr 1953 wurde Döbbrick Gruppenerster und musste, um aufsteigen zu können, gegen Kerkwitz um den Meistertitel und den Aufstieg in die 2. Kreisklasse spielen. In Kerkwitz wurde 5:1 gewonnen und auch in Döbbrick mit 2:1 gewonnen.
Von 1953 bis 1956 spielte diese Mannschaft in der 2. Kreisklasse sehr gut, weil noch junge Spieler dazu gekommen sind. Im Jahr 1956 wurde Döbbrick hinter Peitz 2. Mannschaft Zweiter. Da Peitz nicht aufstiegsberechtigt war, ist Döbbrick in die 1. Kreisklasse aufgestiegen. Im ersten Jahr in der neun Klasse, wurde Döbbrick 3-letzter. Das Spieljahr 68/69 war der Grundstein für den Erfolg der kommenden Jahre. Fritz Schenker war ein Sportfreund der keine Zeit scheute für den Sportverein alles zu tun, sowie sich um die Männermannschaft zu kümmern. Er holte den Sportfreund Willi Zasowk von Finsterwalde-Süd nach Döbbrick zurück. Das wurde gleich mit dem Aufstieg in die Kreisliga belohnt. Bester Torschütze war in diesem Sportjahr Willi Zasowk mit 42 Treffern. In der Saison 69/70 kam Döbbrick, unter Trainer Max Zeidler, auf einen Platz im vorderen Drittel. Die Mannschaft war sehr ausgeglichen. Im darauf folgenden Jahr übernahm Joachim Kurpat das Training und wurde gleich Kreismeister mit Döbbrick. Bei den Aufstiegsspielen zur Bezirksklasse belegte die Mannschaft den letzten Platz und blieb somit in der Kreisliga.
 Im nächsten Jahr, konnten die Abgänge einiger wichtiger Spieler, wie Willi Zasowk, Alli Wanzek usw. nicht verkraftet werden und man stieg in die 1. Kreisklasse ab. Die Mannschaft wurde nun mit jungen Spielern aufgefüllt und sie schaffte es 76/77 zum letzten mal den Aufstieg in die Kreisliga. Unter Trainer Hans Suschowk verblieb die Mannschaft noch ein Jahr in der Kreisliga. Es folgte wiederum der Abstieg, bis im Jahr 1986 die Mannschaft in die 2. Kreisklasse abstieg. Erst im Jahr 1999 konnten die Fußballer, unter Trainer Volker Boßlau, wieder in die 1. Kreisklasse aufsteigen. Die Entscheidung fiel erst am letzten Spieltag und deshalb war jeder Fan des VfB Döbbrick bei Spiel gegen Fehrow dabei. Mit einem 6:0 sicherten sich die Jungs den 1. Tabellenplatz zum Saisonende und stiegen direkt in die 1. Kreisklasse auf, in welcher sie bis heute spielen. Seitdem wurde der Aufstieg in die Kreisliga zweimal knapp verpasst. Es gab aber auch schon Zeiten, da hat man nicht vom Aufstieg gesprochen, sondern da wurde es schonmal mit dem Klassenerhalt in der 1.Kreisklasse schwierig. So kam es dann dass, die 1.Männermanschaft in der Saison 08/09 den Klassenerhalt nicht schaffte und in die 2.Kreisklasse abstieg. Nach einer schwierigen Saison 09/10 und viel Schweiß und hartem Training, gelang es der Mannschaft den direkten Wiederaufstieg zurück in die 1.KK. Dies gelang der Mannschaft mit Hilfe des neuen Cheftrainers Bernd Piesker aus Dissen. Kurioser Weise hatten es die Kicker des VfB Döbbrick nicht leicht, sich wieder in die 1.KK einzuspielen und stiegen wieder in die 2. Kreisklasse ab (Saison 10/11). Nun sollte aber wiedereinmal Fussball gespielt werden und die Spieler der 1.Männermannschaft zeigten wo sie hingehören und stiegen wieder direkt in der Saison 11/12 in die 1.KK auf. Seitdem spielen sie mehr oder auchmal weniger erfolgreich in dieser Kreisklasse Fussball.

Gymnastik 

Am 01.02.1973 wurde die Sektion Gymnastik gegründet. Wieder ein Start des aktiven Sports, durch die Mädchen und Frauen aus Döbbrick. 1973 wurde eine Gruppe „Hausfrauengymnastik“ und eine Kindergruppe gebildet. Obwohl keine Übungsgeräte vorhanden waren, wurde wöchentlich im Sportlerheim Gymnastik betrieben. Die erste Anschaffung waren 10 etwas dickere Schaumstoffmatten. Durch den Umbau des Sportlerheims im Jahr 1974 mussten die Übungsstunden oftmals im Freien absolviert werden. Dies schreckte aber niemanden ab, im Gegenteil, in den Jahren 75-78 war ein derart starker Zulauf bei den Kindern, dass die Übungsstunde auf 2 Tage in der Woche verteilt werden mussten. Der Platz reichte nicht aus und Matten waren auch nicht ausreichend vorhanden.
1976 besuchten 4 Sportfreundinnen einen Übungsleiterlehrgang und legten dort die Qualifizierungsstufen 2 und 3 ab.
Da kaum eine Frau schwimmen konnte, besuchten 10 von ihnen und 3 Kinder einen Schwimmlehrgang und legten dort ihre erste Schwimmstufe ab. Endlich, 1979 kamen die so lange erwarteten Kleinsportgeräte. Eine Turnbank, eine mittlere Bodenmatte, 10 Reifen, 10 Bälle und 10 Sprungseile. Jetzt konnte man Übungsteile mit diesen Geräten einstudieren und bei den jährlich stattfindenden Sportfesten an die Öffentlichkeit treten. Dies bereitete den Kinder n eine besondere Freude und sie fanden Anerkennung und Lob bei den Zuschauern. Die Frauengruppe schloss sich dabei nicht aus.
 1979 stiegen die Sportfreundinnen L. und E. Mrosk, aus beruflichen Gründen, als Übungsleiter aus. So oblag der Sportfreundin Helga Müller auch noch die Aufgabe, die Übungsstunden bei den Kindern durchzuführen. Ende 1984 löste sich die Kindergruppe dann auf. Für die jahrelange gute Arbeit wurde sie durch den Turnverband des DTSB mit der Ehrennadel in Bronze ausgezeichnet. Die Frauengruppe besteht aber noch wie eh und jeh.

Billard

Der Sportverein Döbbrick wurde 1961 erstmalig beim KFA Billard als Sektion gemeldet. Erster Sektionsleiter war der Sportsfreund Herrmann Kuhla. Gespielt wurde mit 6 Startern in der 2. Kreisklasse, wo sich Döbbrick auf Anhieb den Aufstieg in die 1. Kreisklasse erspielte.
1963 wurde Sportfreund Hettmann H. Sektionsleiter. In der Spielserie 1963/64 wurde Döbbrick Aufsteiger in die Kreisliga B. Im gleichen Jahr kaufte Gastwirt Erwin Pöschk ein neues, den Spielregeln entsprechendes, Billard.
In der darauf folgenden Spielzeit gelang der 1. Mannschaft der sofortige Aufstieg in die Kreisliga. Im gleichen Jahr wurde eine zweite Mannschaft gegründet.
Bis 1977 konnte sich Döbbrick in dieser Klasse halten. Aber durch persönliche Konflikte zum Verein wurden zur Serie 1977/78 die Mannschaften nicht mehr durch den Sektionsleiter E. Pöschk gemeldet. Den Billardfreuden wurde auf das Billard für sportliche Wettkämpfe nicht mehr zur Verfügung gestellt. Die Sektion wurde allerdings 1983/84 neu gegründet und starte in der 2. Kreisliga. Es wurde um den Klassenerhalt gespielt. In der Spielzeit 1990/91 wurde Döbbrick Staffelsieger und Aufsteiger in die 2. Kreisliga B. Nun musste auf 2 Billardtischen gespielt werden. Es wurden Fördermittel beantragt und zugewilligt. Es wurde ein neues Billard, neue Billardlampen und eine Billardheizung gekauft. Diese Investitionen waren dringen notwendig um die Klasse zu halten. Ein Jahr später wurde die 1. Mannschaft wiederum Staffelsieger und stieg in die 1. Kreisliga auf. Auch wurde 1993 eine 3. Mannschaft gemeldet, welche in der 2. Kreisklasse startete und auf Anhieb den Staffelsieg schaffte. Somit wurden sie Aufsteiger in die 1. Kreisklasse C. Diese Mannschaft spielt jetzt als 2. Mannschaft. Die jetzige 3. Mannschaft wurde in der Spielserie 93/94 Staffelsieger und Aufsteiger in die 1. Kreisklasse A. Jedoch stieg die Mannschaft 94/95 wieder ab, da Spieler in die oberen Mannschaften aufrücken mussten.

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